Was hinter dem Siegel steckt.
Der Energiemarkt ist seit seiner Liberalisierung unübersichtlich geworden. Über 1.000 Anbieter werben um dieselben Haushalte, und wer vergleichen will, findet vor allem Preise. Ob ein Versorger seine Kunden fair behandelt, wenn es einmal schwierig wird – bei einer Preiserhöhung, einem Umzug, einer strittigen Rechnung – steht in keinem Tarifrechner. Genau diese Lücke schließt die STUDIE360 seit 2017.
Wir prüfen Energieversorger in sieben Bereichen, die unterschiedlich stark in das Gesamtergebnis eingehen. Vier Bereiche beruhen auf Angaben, die der Versorger in einem einheitlichen Fragebogen macht und die wir gegen öffentlich zugängliche Quellen abgleichen: Servicekultur, Vertragskomponenten, Sicherheit sowie Beratung und Zusatzangebote. Zwei weitere – Preisgestaltung und Expertenmeinung – bewertet unser Prüfteam selbst; sie machen zusammen rund 36 Prozent des Gesamtergebnisses aus. Der siebte, die Versorgerinformationen, prüft, ob die Angaben zum Unternehmen vollständig sind; auch sie stammen aus dem Fragebogen.
Ab 50 Prozent der Gesamtpunktzahl veröffentlichen wir das Ergebnis eines Versorgers. Das Siegel „Ausgezeichnet“ vergeben wir erst ab 80 Prozent. Jede Auszeichnung trägt das Jahr, auf das sie sich bezieht, und jedes Ergebnis ist auf einer eigenen Seite im Einzelnen nachzulesen – Kriterium für Kriterium, mit dem Ergebnis je Bereich.
Die Prüfung selbst und die Veröffentlichung des Ergebnisses sind für Versorger kostenlos. Wer die Auszeichnung darüber hinaus in der eigenen Werbung verwendet, zahlt dafür eine Schutzgebühr – sie gilt ein Jahr, danach wird neu geprüft. Auf das Ergebnis hat sie keinen Einfluss: Der Kriterienkatalog steht vorher fest, gilt für alle gleich und ist samt Gewichtung öffentlich einsehbar.
Was die STUDIE360 nicht ist: ein Tarifrechner. Wir sagen nicht, welcher Vertrag für Sie der günstigste ist – das hängt von Verbrauch, Wohnort und Laufzeit ab. Wir sagen, bei welchen Anbietern Sie damit rechnen können, fair behandelt zu werden.